1. Januar
Marian Konopiński (1907–1943)
Priester und Märtyrer
Römisches Martyrologium
Im Konzentrationslager Dachau bei München in Deutschland der selige Marian Konopiński, Priester und Märtyrer polnischer Herkunft, der wegen der von Ärzten an ihm verübten Grausamkeiten im Frieden Christi starb.
Praktischer Impuls
Unterstütze einen Menschen, der ungerecht leidet, mit einem Gebet oder einer konkreten Tat.
Biografie
(Polnisch: Marian Konopiński).
Er wurde in Kluczewo in Polen geboren. 1928 trat er in das Diözesanseminar von Gniezno ein und wurde 1932 zum Priester geweiht. Als Kaplan wurde er nach Ostrzeszów gesandt, wo er auch als Katechet an der Lehrerbildungsanstalt tätig war. 1935 kam er als Kaplan an die Corpus-Christi-Kirche in Poznań und studierte an der dortigen Universität Sozialwissenschaften. 1938 wurde er als Kaplan in die Pfarrei St. Michael in Poznań versetzt.
Zu Beginn des Krieges wurde er verhaftet und in das Kriegsgefangenenlager Hamburg gebracht, später in das Vernichtungslager Dachau. Dort benutzte man ihn als Versuchsperson für medizinische Experimente, die eine Phlegmone verursachten und zu seinem Tod führten.
Er war intelligent, ehrlich und von edlem Charakter; seine Hingabe an den pastoralen Dienst war bewundernswert. Unter den äußerst harten Bedingungen des Konzentrationslagers bewies er große Geduld und Standhaftigkeit. Johannes Paul II. sprach ihn am 13. Juni 1999 selig.