1. Januar
Andrés Gómez Sáez (1894–1937)
Priester und Märtyrer
Römisches Martyrologium
An der Steilküste von Santander in Spanien der selige Andrés Gómez Sáez, Salesianerpriester und Märtyrer, der wegen seines Glaubens ins Meer gestürzt wurde.
Praktischer Impuls
Vollbringe ein Werk der Barmherzigkeit für Christen, die unter Verfolgung leben.
Biografie
Er wurde in Bicorp bei Valencia geboren. Vom Salesianeraspirantat in Sarrià bei Barcelona wechselte er in das Noviziat von Carabanchel Alto in Madrid, wo er 1914 die Profess ablegte. 1925 wurde er in Ourense zum Priester geweiht. In den Jahren 1925 bis 1931 erscheint Don Andrés nicht im Verzeichnis der Salesianischen Gesellschaft, außer im Schuljahr 1927/28 als Priester der Gemeinschaft von Barakaldo. Wahrscheinlich war er in jenem Jahr jedoch nicht dort, weil er seit seiner Weihe zum Klerus des Bistums Ourense gehörte. 1931 kehrte er in die Kongregation zurück und blieb bis 1936 im Kolleg Maria-Hilf in Santander, abgesehen vom Schuljahr 1933/34, das er in A Coruña verbrachte.
Nachdem der Direktor die Auflösung der Gemeinschaft gestattet hatte, wohnte Don Andrés in einer Pension in der Calle Atarazanas nahe der Kathedrale. In den ersten Kriegsmonaten ging er häufig zum Kolleg, tauschte sich mit den dort zur Betreuung der Kinderkolonie verbliebenen Salesianern aus und besprach die Ereignisse der Stadt. Nach der Evakuierung der Kolonie und der Zerstreuung der Salesianer blieb er mit einigen in Verbindung, besuchte sie und empfing ihre Besuche. Die Nähe seiner Unterkunft zur Kathedrale gab ihm offenbar Gelegenheit, wenigstens gelegentlich seinen priesterlichen Dienst auszuüben.
Sicher ist nur, dass Don Andrés am Neujahrstag 1937 nach dem Essen am Kai spazieren ging. Als er die Boote beobachtete, die nach Pedreña übersetzten, kamen zwei Milizionäre auf ihn zu und verhafteten ihn. Weitere Einzelheiten seines Verschwindens konnten nicht geklärt werden. Wahrscheinlich brachten sie ihn noch in derselben Nacht, am 1. Januar 1937, zum Leuchtturm und stürzten ihn von der Klippe. Dies war die in Santander am häufigsten angewandte Form des Martyriums. Bei manchen Opfern gingen blutige Folter oder der Tod dem Sturz voraus; andere wurden lebend mit gefesselten Händen hinabgestürzt. Benedikt XVI. sprach ihn am 28. Oktober 2007 selig.