13. Mai
Andrés Huberto Fournet (1752–1834)
Gründungspriester
Praktischer Impuls
Wenn Sie mit Ihrer Arbeit beginnen, hören Sie einer Person geduldig zu, bevor Sie sie als jemanden raten, der unter dem liebevollen Blick Gottes arbeitet und betet.
Biografie
Andrés schrieb als Junge in seine Notizbücher: „Andrés wird niemals ein religiöser Mann oder Priester sein“, und Gott machte ihn zum Priester und Gründer von Nonnen. Als Kind war er äußerst unruhig und boshaft und nur seine Mutter tolerierte ihn. Aber diese Frau machte sich daran, ihn zu einem guten Mann zu machen und erzog ihn in Großzügigkeit und allen Tugenden. Als er sein Philosophiestudium in Poitiers, Frankreich, begann, verlor er seinen kleinen Eifer und widmete sich einem völlig banalen Leben. Ohne jemanden in seiner Familie zu konsultieren, ging er zum Militär und wollte dann als Beamter arbeiten, was ihm jedoch nicht gelang. Damals empfahlen sie ihm, für ein paar Tage einen Priesteronkel zu besuchen, der als Heiliger galt. Dort veränderte Andreas sein Verhalten und seine Denkweise völlig und widmete sich kirchlichen Studien und Gebeten. Er wurde zum Priester geweiht und half seinem Onkel in seiner Pfarrei. Aber er predigte gern mit sehr eleganten Worten, die niemand verstand. Eines Tages vergaß er die ganze Predigt und sein Onkel riet ihm, nicht mehr angeberisch sein zu wollen und mit einfachen Worten die Herzen der Menschen zu predigen, und so begann er damit. Als Pfarrer widmete er sich dem Leben in größtmöglichem Luxus und lud seine angesehensten Gemeindemitglieder zum Abendessen ein. Eines Tages ließ ihn der Herr in der Person eines Bettlers erkennen, dass ihm das nicht gefiel, und wieder einmal hörte Andrés zu und widmete sich mehr der Fürsorge für die Armen und einem nüchternen Leben. Während der Französischen Revolution musste er nach Spanien fliehen, kehrte dann aber in seine geliebte Pfarrei Maillé zurück und widmete sich der Wiederbelebung des Eifers seiner Gemeindemitglieder, indem er Missionen predigte und viele Stunden der Beichte widmete. Alle liebten ihn. Er gründete die Gemeinschaft der Schwestern vom Heiligen Kreuz und war bis zu seinem Tod der geistliche Leiter dieser Gemeinschaft. Das Leben des Heiligen Andreas ist ein Beispiel dafür, wie der Herr ihn, selbst wenn er viele Einschränkungen und Fehler hat, der Gnade gegenüber fügsam ist, ihn auf Wegen der Heiligkeit führen wird.