13. November
Eugen Bossilkow (1900–1952)
Passionistischer Ordensmann
Er wurde in Belene, Bulgarien, als Sohn altkatholischer Eltern geboren.
Biografie
Seine Mutter begleitete ihn im Alter von elf Jahren zum Passionistenseminar von Ores, da sie versprochen hatte, dass ihr Sohn für Gott im Dienst der Kirche stehen würde, und der Herr akzeptierte es. Nach humanistischen Studien und einem Noviziat in Belgien und Holland kehrte er in seine Heimat zurück, um die Priesterweihe zu empfangen. Er wurde an das Päpstliche Orientalische Institut in Rom geschickt, wo er vier Jahre lang studierte und sieben Sprachen lernte. Er wurde speziell für eine intensive Beziehung zu den orthodoxen Kirchen ausgebildet und die Ökumene war in seinen Predigten und Feiern immer ein häufiges Thema. 1947 wurde er zum Bischof von Nikoplis-Russe ernannt. Ein Zeugnis aus seiner Zeit besagt: „Ich hatte immer große Bewunderung für diesen außergewöhnlichen Mann mit großer Kultur und großem Glauben; ein Hirte, der Christi würdig ist, gut, sanft, demütig, großzügig, immer bereit, denen zu helfen, die es brauchten. Er pflegte zu sagen: „Haben Sie keine Angst, mich zu belästigen: Ich bin hier, um meinen Brüdern zu dienen.“ Im Jahr 1944 war der Widerstand der kommunistischen Regierung gegen den Vatikan offensichtlich. Es kam ein Gesetz über religiöse Beichten an, auf das die Priester schwören mussten. Eugenio antwortete: „Ich habe Ihnen kategorisch gesagt, dass ich es niemals tun werde.“ Er wurde 1952 verhaftet und vor Gericht als „Chef der subversiven katholischen Spionageorganisation“ angezeigt. Da es den Richtern nicht gelang, Bischof Bossilkov davon zu überzeugen, die für ihn vorbereitete Selbstanklageschrift zu unterzeichnen, wurde er durch ein Erschießungskommando zum Tode verurteilt. Seine Qual bestand aus vier Monaten Gefängnis und Folter. Das Urteil wurde am 11. November 1952 vollstreckt, da jedoch keine offizielle Stellungnahme abgegeben wurde, war offiziell nichts bekannt. Die Bestätigung seines Todes erfolgte erst 1975, als Papst Paul VI. ihn in seiner Audienz beim bulgarischen Staatsoberhaupt Todor Schikow ausdrücklich und direkt nach Bossilkows Schicksal fragte. „Bischof Bossilkov ist vor 23 Jahren im Gefängnis gestorben“, lautete die Antwort. Er wurde am 15. März 1998 in Rom selig gesprochen, wo christliche Scharen strömen und die Ströme des Blutes aller Märtyrer zusammenfließen.
Praktischer Impuls
Reagieren Sie heute in der Gegenwart Gottes auf das Böse mit einem konkreten Werk des Guten und leisten Sie diese Anstrengung für jemanden, der Hilfe braucht.