8. März
Johannes von Gott (1495–1550)
religiös
Juan Ciudad Duarte wurde im Jahr 1495 als Sohn bescheidener Eltern in Montemayor el Nuevo (Portugal) geboren.
Biografie
Es waren Jahre des Aufbruchs und des Verlangens nach neuen Entdeckungen. Juan verließ seine Stadt, als er erst acht Jahre alt war. Er meldet sich bei der Armee. Er kämpft wie der heilige Ignatius und erlebt viele Abenteuer. Mit 42 Jahren kam er in Granada an; dort fand seine Bekehrung statt. „Granada wird dein Kreuz sein“, sagt der Herr zu ihm. Von nun an wird er Juan de Dios heißen. Er predigte in Granada und predigte mit solcher Begeisterung über die Schönheit der Tugend und die Hässlichkeit der Sünde, mit so viel Inbrunst sprach er über die Liebe Gottes, dass Juan sich wie vom Blitz getroffen zu Boden warf und dabei wiederholte: „Barmherzigkeit, Herr, Barmherzigkeit!“ Er rannte barfuß durch die Straßen der Stadt und schrie seine Sünden und seine Reue wie einer, der den Verstand verloren hat. Niemand hat diesen göttlichen Wahnsinn verstanden. Später konzentrierte Juan seine ganze Begeisterung auf einen neuen Orden: „Der Orden der Hospitalbrüder des Heiligen Johannes von Gott“. „Tu Gutes, Brüder“, wiederholte er unaufhörlich. Seine ersten Gefährten rekrutierten sich aus den schäbigsten Menschen: einem Zuhälter, einem Mörder, einem Spion und einem Wucherer. Das ist die Macht der Liebe: ein Konvertit, der vier Schurken aus dem Dreck holt und sie zu Christen macht. Er wird seine Arbeit an diesen vier Säulen unterstützen. Es ist der Vorläufer der modernen Wohltätigkeit. Er nimmt die Kranken auf, heilt sie, reinigt sie, tröstet sie und speist sie. Alles herrscht Sauberkeit, Ordnung und Ruhe im Haus. Nahe dem Tod war sein Bett eine ständige Parade von Menschen, die seinen Vater und Wohltäter sehen wollten. Er wartete auf den Knien auf sie, und als er das Kruzifix betrachtete, hörte sein brennendes Herz auf zu schlagen.
Praktischer Impuls
Im Vertrauen auf die Gnade Gottes gehen Sie in einem Gespräch, in dem es leicht zu kritisieren ist, mit gutem Beispiel voran und legen das Ergebnis in Gottes Hände.